Back in Züri
Und scho wieder dihei... Sit 6 Täg wieder im Alltag - miteme guete Start, sprich zwei Geburi Partys, liebe Fründe und Familie. Und doch wehr ich mich irgendwie degäge, mini Indiebilder loszlah... Einersiits bin ich jetzt wieder da und schätz au alles woni han und anderersiits wett ich das freie Gfühl, wo ich bim Reise han, nöd loslah. Es hät sich uf jede Fall öpis g'änderet, ich bin nüm so sesshaft wie au scho, würd am liebschte bald wieder abzottle. Und doch gnüüss ich natürlich au s'Vertraute, d'Lüüt um mich. Es wird sich jetzt sowieso vieles ändere, ich wird nüme voll bim clitcare debi sii, nur no als stili Teilhaberin, d'Sarina wirds wiiterfüehre und das sicher guet! Natürlich wird ich au Ferieverträtig mache, wänn sie wieder ide Wältgschicht umedüst. Ich starte jetzt mis eigene Projekt: premrachana.ch, das heisst soviel wie 'Love' und 'Creativity'. Wird mini Yogapage und gliichziitig wird ich det en Shop iirichte, wo's verschiedeni Sache z'chaufe git, alles hät irgendwie mit Spiritualität z'tue und isch nach Möglichkeit ökologisch und ethisch korrekt hergstellt. Es söll au e Plattform sii, zum sich ustuusche, zum Reise, Yoga, Meditation... Ja, und uf das freu mi! Und natürlich ufs Yoga unterrichte, ich wird abem Mentig, 10. Mai wieder uf de Josefswiese Outdoor-Yoga mache und bald au wieder en Ruum ha, für zuesätzlichi Stunde.
De Früehlig isch ja au da und Züri isch e schöni Stadt, also, kei Grund zum wehmüetig sii!!!
Sonntag, 2. Mai 2010
Mittwoch, 21. April 2010
Rough last days
Han eigentlich kein neue Blog meh wellae schriibe - de geschtrig Tag isches aber wert. Sit meh als einere Wuche isch jetzt de Brendon da und mir haends wunderbar. Mached zaeme Yoga am Morge ufem Rooftop, bevor d'Sunne scho am 8i abebraennt. Aessed Idly und Masala Dosa, trinked frische Mangojuice und Chai ide Gasse und ziehnd zaeme dur Varanasi.
Nachdem ich jetzt scho 20 Taeg da ide Stadt bin, han ich extrem s'Beduerfniss uf Natur und frischi Luft gha und so haemmer Eus entschiede, miteme Motorbike zume Wasserfall-Badeplatz z'fahre, oepe 50 km vo da. Nach echli umefroege, haemmer en Israeli gfunde, wo Eus sini Endfield Bullet vermietet haet. Das isch DAS indische Kult-Bike, e grossi, Oldschool-Maschine, cool ussehend und luut. Nachere Testfahrt haet de Brendon sich defuer entschiede, will es isch noed so eifach, das Bike z'fahre. Oder bessergseit, es bruucht chli Fiingfuehl und Wuesse, wellae Hebel waenn wo bewegt werde muess.
So simmer daenn geschter Morge am 6i losgfahre, mitem Gedanke, irgendwo z'uebernachte und ersch am naechste Tag - also huet - wieder zrugg z'cho. Mir haend en erschte Zmorgestopp ade Strass mit feiner Lassi, Kichererbsecurry, Chapati und Sweets iigleit und haend daenn wellae wiiterfahre. De Brendon haet nachem 10. Versuech, s'bike ahz'lah langsam nueme so gluecklich usgseh und ich han noed vill choene mache, usser au probiere, aber han ja na vill weniger Chraft ide Bei. Natuerlich sind innerhalb vo 3 Minute 10 Maenner um Eus ume gstande und haend zuegluegt, was ihm sini Luune noed grad ghebt haet. Sie sind aber daenn ganz fruendlich gsi, haend alli wellae haelfe und alli umegheblet, aber ohni wuerkli z'wuesse, wies funktioniert. Bis daenn en juengere Typ cho isch, wo's gschafft haet, ahz'lah. Scho chli verschwitzt aber happy simmer daenn wiiterdueset, aber noed lang. D'Schaltig isch noed so eifach, dezue chunt die holperig Strass, Trucks, Velos, Ochsechaere, Huend und Chueh, wo Chruez und quer durespaziered, und mit all dem isch Euses Vehikel nach churzer Ziit scho wieder abgsoffe. Vorher na ufem relativ ahgnehme Marktplatz, dasmal am staubige, luute Strasserand. Au det simmer schnaell vo Luuet umgeh gsi, wo Eus haend wellae haelfe. Ganz lieb, aber es choschtet immer viel Nerve, will alli waend probiere und froeged, vo wo mier choemed und wie mier heissed und so wiiter. Dezue d'Hitz und all paar Sekunde en huupende Truck wo 2 Meter a Eus verbiigfahre isch, so luut, das me muess schreie zum sich verstah. Und das am Morge am 8i... Irgendwaenn isch daenn en Mechaniker cho, de haet eine vo dene Schluech is Muul gno, dra gsoge, bis Benzin usecho isch und haet daenn das Bike wieder zum laufe bracht. Guten Mutes simmer wiitergfahre, im Wuesse, dass mir bald muend go tanke, sprich, s'Bike wieder abstellae und wieder ahstellae... Mir haend daenn nach wieder ener Halbstund probiere ohni Erfolg eusem Vermieter wellae ahluete. Natuerlich haet genau daenn mis Phone de Geischt ufgeh, no more Battery! Zum Glueck haemmer es Telefon vo oeper anderem choene ha - d'Inder sind alli so hilfsbereit und haend au nie Gaeld fuer nuet wellae! - Er haet Eus aber noed vill choene haelfe, usser, dass er die Afangsschwierigkeite kaennt.
Mir haends daenn mit Hilf vo es paar Luuet s'bike ahgschobe, und, oh Wunder, es haet klappet! So simmer, natuerlich ohni ahzhalte bis zu Eusem Ziel braust. Det haemmer ime Chaishop zersch mal 3 Chai und zwei Liter Wasser abegleert, bevor mer daenn na ca. 3 km dur es ustroechnets Flusstal bis zume wunderschoene chline See cho sind. rundume hoechi Felse, Natur pur! Mir haends gnosse, obwohl mir daenn mitenand einigi Differenze gha haend... Aber das isch e anderi Gschicht. Es haet uf jede Fall zeigt, dass Varanasi e intensivi Stadt isch, vor allem bi 45 Grad, und mir sind Eus beidi noed gwoehnt, fasch 24 Stund mit oeperem zaema z'si. De Usflug haet daenn alli Emotione ufebracht, was mir daenn spoeter, wo mier zrugg bim Chaishop gsi sind und mit de Familie Sabchi, Chapati, Dal und Riis g'aesse haend, guet haend choene bespraeche.
Mir haend Eus daenn entschiede, dass mir zrugg uf Varanasi fahred, 50 km im Dunkle, was eigentlich noed sehr gschied isch uf indische Strasse. Aber de Brendon isch en guete Fahrer, sicher und vorsichtig zugliich und so hani mir s'Tuech um Muul und Nase ghuellt, d'Sunnebruelle ufgsetzt und mir haend ohni grossi Problem choene starte. Sogar fueren Mangojuice haets glanget ufem Waeg und mit Hilf vo Luuet haemers wider gschafft, wiiterz'cho. Ueber staubigi Strasse, a villne luechtende, hupende Trucks verbii haemmer vor de Stadt en letschtae Lassistop iigleiht. Und daenn das Bike eifach nueme choene starte! Mir haends zweimal de Huegel abegstosse, es Stueckli jsches gange, daenn wieder fertig. So haemmers mit Eusere letschtae Chraft ueber d'Brugg gstosse und vo det us Euse Vermieter um Hilf baete. Mir haend nueme moege, sind todmued, staubig verschwitzt und am Aendi vo Eusne Chraeft gsi. Dummerwiis haemmer gmerkt, wo d'Jungs scho ufem Waeg gsi sind, dass es dasmal am Benzin glaege isch... Na ja, sie haends mit Humor gno. Und mir sind nachere Duschi zimli schnaell ufem Dach iigschlafe.
Han eigentlich kein neue Blog meh wellae schriibe - de geschtrig Tag isches aber wert. Sit meh als einere Wuche isch jetzt de Brendon da und mir haends wunderbar. Mached zaeme Yoga am Morge ufem Rooftop, bevor d'Sunne scho am 8i abebraennt. Aessed Idly und Masala Dosa, trinked frische Mangojuice und Chai ide Gasse und ziehnd zaeme dur Varanasi.
Nachdem ich jetzt scho 20 Taeg da ide Stadt bin, han ich extrem s'Beduerfniss uf Natur und frischi Luft gha und so haemmer Eus entschiede, miteme Motorbike zume Wasserfall-Badeplatz z'fahre, oepe 50 km vo da. Nach echli umefroege, haemmer en Israeli gfunde, wo Eus sini Endfield Bullet vermietet haet. Das isch DAS indische Kult-Bike, e grossi, Oldschool-Maschine, cool ussehend und luut. Nachere Testfahrt haet de Brendon sich defuer entschiede, will es isch noed so eifach, das Bike z'fahre. Oder bessergseit, es bruucht chli Fiingfuehl und Wuesse, wellae Hebel waenn wo bewegt werde muess.
So simmer daenn geschter Morge am 6i losgfahre, mitem Gedanke, irgendwo z'uebernachte und ersch am naechste Tag - also huet - wieder zrugg z'cho. Mir haend en erschte Zmorgestopp ade Strass mit feiner Lassi, Kichererbsecurry, Chapati und Sweets iigleit und haend daenn wellae wiiterfahre. De Brendon haet nachem 10. Versuech, s'bike ahz'lah langsam nueme so gluecklich usgseh und ich han noed vill choene mache, usser au probiere, aber han ja na vill weniger Chraft ide Bei. Natuerlich sind innerhalb vo 3 Minute 10 Maenner um Eus ume gstande und haend zuegluegt, was ihm sini Luune noed grad ghebt haet. Sie sind aber daenn ganz fruendlich gsi, haend alli wellae haelfe und alli umegheblet, aber ohni wuerkli z'wuesse, wies funktioniert. Bis daenn en juengere Typ cho isch, wo's gschafft haet, ahz'lah. Scho chli verschwitzt aber happy simmer daenn wiiterdueset, aber noed lang. D'Schaltig isch noed so eifach, dezue chunt die holperig Strass, Trucks, Velos, Ochsechaere, Huend und Chueh, wo Chruez und quer durespaziered, und mit all dem isch Euses Vehikel nach churzer Ziit scho wieder abgsoffe. Vorher na ufem relativ ahgnehme Marktplatz, dasmal am staubige, luute Strasserand. Au det simmer schnaell vo Luuet umgeh gsi, wo Eus haend wellae haelfe. Ganz lieb, aber es choschtet immer viel Nerve, will alli waend probiere und froeged, vo wo mier choemed und wie mier heissed und so wiiter. Dezue d'Hitz und all paar Sekunde en huupende Truck wo 2 Meter a Eus verbiigfahre isch, so luut, das me muess schreie zum sich verstah. Und das am Morge am 8i... Irgendwaenn isch daenn en Mechaniker cho, de haet eine vo dene Schluech is Muul gno, dra gsoge, bis Benzin usecho isch und haet daenn das Bike wieder zum laufe bracht. Guten Mutes simmer wiitergfahre, im Wuesse, dass mir bald muend go tanke, sprich, s'Bike wieder abstellae und wieder ahstellae... Mir haend daenn nach wieder ener Halbstund probiere ohni Erfolg eusem Vermieter wellae ahluete. Natuerlich haet genau daenn mis Phone de Geischt ufgeh, no more Battery! Zum Glueck haemmer es Telefon vo oeper anderem choene ha - d'Inder sind alli so hilfsbereit und haend au nie Gaeld fuer nuet wellae! - Er haet Eus aber noed vill choene haelfe, usser, dass er die Afangsschwierigkeite kaennt.
Mir haends daenn mit Hilf vo es paar Luuet s'bike ahgschobe, und, oh Wunder, es haet klappet! So simmer, natuerlich ohni ahzhalte bis zu Eusem Ziel braust. Det haemmer ime Chaishop zersch mal 3 Chai und zwei Liter Wasser abegleert, bevor mer daenn na ca. 3 km dur es ustroechnets Flusstal bis zume wunderschoene chline See cho sind. rundume hoechi Felse, Natur pur! Mir haends gnosse, obwohl mir daenn mitenand einigi Differenze gha haend... Aber das isch e anderi Gschicht. Es haet uf jede Fall zeigt, dass Varanasi e intensivi Stadt isch, vor allem bi 45 Grad, und mir sind Eus beidi noed gwoehnt, fasch 24 Stund mit oeperem zaema z'si. De Usflug haet daenn alli Emotione ufebracht, was mir daenn spoeter, wo mier zrugg bim Chaishop gsi sind und mit de Familie Sabchi, Chapati, Dal und Riis g'aesse haend, guet haend choene bespraeche.
Mir haend Eus daenn entschiede, dass mir zrugg uf Varanasi fahred, 50 km im Dunkle, was eigentlich noed sehr gschied isch uf indische Strasse. Aber de Brendon isch en guete Fahrer, sicher und vorsichtig zugliich und so hani mir s'Tuech um Muul und Nase ghuellt, d'Sunnebruelle ufgsetzt und mir haend ohni grossi Problem choene starte. Sogar fueren Mangojuice haets glanget ufem Waeg und mit Hilf vo Luuet haemers wider gschafft, wiiterz'cho. Ueber staubigi Strasse, a villne luechtende, hupende Trucks verbii haemmer vor de Stadt en letschtae Lassistop iigleiht. Und daenn das Bike eifach nueme choene starte! Mir haends zweimal de Huegel abegstosse, es Stueckli jsches gange, daenn wieder fertig. So haemmers mit Eusere letschtae Chraft ueber d'Brugg gstosse und vo det us Euse Vermieter um Hilf baete. Mir haend nueme moege, sind todmued, staubig verschwitzt und am Aendi vo Eusne Chraeft gsi. Dummerwiis haemmer gmerkt, wo d'Jungs scho ufem Waeg gsi sind, dass es dasmal am Benzin glaege isch... Na ja, sie haends mit Humor gno. Und mir sind nachere Duschi zimli schnaell ufem Dach iigschlafe.
Montag, 12. April 2010
De Chreis schluesst sich
Es isch halbi 11i am Morge und de Schweiss lauft mir nur so abe. Bin huet am Morge am halbi 5i ufgstande und mitem Vater vom Guesthouse - en 69-jaehrige, ruestige Brahman - go Yoga mache. Er haet mir das ahbote, wo er gseh haet, dass ich uf sim Rooftop e Yogastund geh han. Gseit haet er, dass mir am 5i ufbraechet, er haet aber daenn scho am halbi 5i a mini Tuuer klopfet :-) Nach minere morgendliche Waschzeremonie simmer daenn loszoge, dur die na ruhige Gaessli, zum erste Chaishop. Vo det wiiter, de Ghats am Fluss entlang spazierend, daenn wieder ufe id Gasse, verbii am Huus vo de Muetter Theresa und en Fruend vo ihm go abhole. Mitem relativ luute Ruef, wo sicher au na es paar anderi gweckt haet, haet er ihn usem Huus gholt. Z'dritte simmer daenn zume chline Park miteme chline tempelaehnliche Gebaeude ide Mitti. Det haet er mich allne sine Kollege vorgstellt, wo alli am Bode ufere Matte gsaesse sind, fliisig am Pranayama praktiziere. Und alli i sim Alter, im Ruhestand. Er haet mir daenn zeigt, wo d'Fraue sitzed und so hanich mich det dezuegsetzt und han au mis Pranayama gmacht. Han daenn s'Beduerfniss gha, mini Asanas z'mache, was natuerlich e chlini Atraktion gsi isch. Isch mer scho fasch chli piinlich gsi, ich als einzigi Western-Frau, aber all haend mir ufmunternd zueglaechlet und es paar haend daenn au chli Gymnastik gmacht.
Min Begleiter isch daenn wieder zu mir cho und haet mich zume chline Gebaude ufem Glaend bracht, wo usem Megaphon Mantras ueber de ganz Park gschallt sind. Drin sind vier Maenner ums heilige Fuuer g'saesse und haend die morgendlich Fuuer-Zeremonie zelebriert. Ich hans scho chli kaennt, unter anderem vom Ashram und han so au bide Mantras choene mitsinge. S'Fuuer isch ganz en wichtige Aspekt da, waenn me em Fuuer Sache opferet, wirds durch de Rauch fuer alli zuegaenglich. Fuuer isch au de Aafang vo de Menschheit gsi, ohni Fuuer gaht nuet.
In Begleitig vo sine Fruende, oepe 5 ade Zahl, und alli sehr gebildet und usem Mittelstand oder hoecher, simmer daenn i drue vershiedeni Tempel, wo sie mir Blueme gschaenkt haend und damit gseit haend, ich seg jetzt in ihre Chreis ufgno! Ganz herzig, er isch richtig stolz gsi, mir sini morgendliche Ritual z'zeige und es isch e gmuetlichi Stimmig gsi. Im Sankat Mojan Tempel - das heisst soviel wie 'Problem' und 'Loesig' und damit isch Hanuman, de Affegott gmeint - simmer daenn im Chreis g'saesse und haend Prasad - gsaegnets Aesse - g'aesse. Echli so, wie sich bi Eus die aeltere Maenner villicht ide Beiz ufes Bier oder en Kafi traeffed oder so, so isches mier vorcho, ganz entspannt. Eine vo sine Fruende haet Eus daenn mit sim Motorbike mitgno, zum naechste Betle-Nut-Shop, wo ich daenn au das gruene Blatt, gfuellt mit Chrueter, Carbonat, Cashew-Paste und andere Sache zwuesche mini Zaeh klemmt han. Und es isch erstuunlich erfrischend und ahgnehm gsi! So simmer daenn, fridlich schwaetzend - obwohl, schwierig z'verstah mit dem Zuueg im Muul und em indian English - zrugg zum Guesthouse gloffe. Isch en wunderschoene Morge gsi und han es riese Glueck mit dem Guesthouse! Und na meh, will huet Abig chunt de Brendon, ihn, wo ich am erste Tag in Bombay ufem Bahnhof kaenneglernt han. Und so schluesst sich de Chreis vo minere Reis...
Es isch halbi 11i am Morge und de Schweiss lauft mir nur so abe. Bin huet am Morge am halbi 5i ufgstande und mitem Vater vom Guesthouse - en 69-jaehrige, ruestige Brahman - go Yoga mache. Er haet mir das ahbote, wo er gseh haet, dass ich uf sim Rooftop e Yogastund geh han. Gseit haet er, dass mir am 5i ufbraechet, er haet aber daenn scho am halbi 5i a mini Tuuer klopfet :-) Nach minere morgendliche Waschzeremonie simmer daenn loszoge, dur die na ruhige Gaessli, zum erste Chaishop. Vo det wiiter, de Ghats am Fluss entlang spazierend, daenn wieder ufe id Gasse, verbii am Huus vo de Muetter Theresa und en Fruend vo ihm go abhole. Mitem relativ luute Ruef, wo sicher au na es paar anderi gweckt haet, haet er ihn usem Huus gholt. Z'dritte simmer daenn zume chline Park miteme chline tempelaehnliche Gebaeude ide Mitti. Det haet er mich allne sine Kollege vorgstellt, wo alli am Bode ufere Matte gsaesse sind, fliisig am Pranayama praktiziere. Und alli i sim Alter, im Ruhestand. Er haet mir daenn zeigt, wo d'Fraue sitzed und so hanich mich det dezuegsetzt und han au mis Pranayama gmacht. Han daenn s'Beduerfniss gha, mini Asanas z'mache, was natuerlich e chlini Atraktion gsi isch. Isch mer scho fasch chli piinlich gsi, ich als einzigi Western-Frau, aber all haend mir ufmunternd zueglaechlet und es paar haend daenn au chli Gymnastik gmacht.
Min Begleiter isch daenn wieder zu mir cho und haet mich zume chline Gebaude ufem Glaend bracht, wo usem Megaphon Mantras ueber de ganz Park gschallt sind. Drin sind vier Maenner ums heilige Fuuer g'saesse und haend die morgendlich Fuuer-Zeremonie zelebriert. Ich hans scho chli kaennt, unter anderem vom Ashram und han so au bide Mantras choene mitsinge. S'Fuuer isch ganz en wichtige Aspekt da, waenn me em Fuuer Sache opferet, wirds durch de Rauch fuer alli zuegaenglich. Fuuer isch au de Aafang vo de Menschheit gsi, ohni Fuuer gaht nuet.
In Begleitig vo sine Fruende, oepe 5 ade Zahl, und alli sehr gebildet und usem Mittelstand oder hoecher, simmer daenn i drue vershiedeni Tempel, wo sie mir Blueme gschaenkt haend und damit gseit haend, ich seg jetzt in ihre Chreis ufgno! Ganz herzig, er isch richtig stolz gsi, mir sini morgendliche Ritual z'zeige und es isch e gmuetlichi Stimmig gsi. Im Sankat Mojan Tempel - das heisst soviel wie 'Problem' und 'Loesig' und damit isch Hanuman, de Affegott gmeint - simmer daenn im Chreis g'saesse und haend Prasad - gsaegnets Aesse - g'aesse. Echli so, wie sich bi Eus die aeltere Maenner villicht ide Beiz ufes Bier oder en Kafi traeffed oder so, so isches mier vorcho, ganz entspannt. Eine vo sine Fruende haet Eus daenn mit sim Motorbike mitgno, zum naechste Betle-Nut-Shop, wo ich daenn au das gruene Blatt, gfuellt mit Chrueter, Carbonat, Cashew-Paste und andere Sache zwuesche mini Zaeh klemmt han. Und es isch erstuunlich erfrischend und ahgnehm gsi! So simmer daenn, fridlich schwaetzend - obwohl, schwierig z'verstah mit dem Zuueg im Muul und em indian English - zrugg zum Guesthouse gloffe. Isch en wunderschoene Morge gsi und han es riese Glueck mit dem Guesthouse! Und na meh, will huet Abig chunt de Brendon, ihn, wo ich am erste Tag in Bombay ufem Bahnhof kaenneglernt han. Und so schluesst sich de Chreis vo minere Reis...
Dienstag, 6. April 2010
The only constant thing in the world is change
Neuer Schlafplatz, neues Glueck... Bin gestern umgezogen und fuehl mich wieder voll im Fluss und frei.
Bin in einem kleinen Guesthouse, in einer ruhigen Gasse mitten in der Altstadt, mit Sicht auf die wunderbare Mother Ganga.
Beim Nachtessen hab ich gestern Mike aus Kanada getroffen, der 6 Monate in Indien und dann die andere Haelfte des Jahres in seiner Heimat verbringt. Es tut immer gut, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und ich treffe so viele gute, Leute! Es fuehlt sich an, als ob man sich schon lange kennt, es ist nicht noetig, ueber irgendwelche belanglosen Kleinigkeiten zu reden, alle sind auf dem gleichen Weg. Ich weiss, es toent ein bisschen esoterisch-fuehlschmi-gschpuerschmi-maessig, aber it's a fact! Es isch die Verbundeheit, wo me zu andere, aehnlich daenkende Traveller gspuert, wo eim sich noed allei fuehle laht, wo Fruendschaft beduetet, au wenn me sich ersch sit churzem kaennt und villicht vom andere Endi vo de Welt isch.
Ich wett niemerd truurig mache, aber ich vermiss absolut niemerd wuerklich. Das heisst noed, dass ich noed oft a Eu, mini Liebschte, daenke! Aber es isch keis Gfuehl da, wo mich truurig oder au nu scho melancholisch stimmt. Hmmm, ja, reise isch definitiv mini Passion.
Bin daenn geschter mitem Mike am 0:30 in Hanuman-Tempel as Konzert, oder besser, die viele Konzert. Wo mier cho sind, nacheme Chai und ere Samosa im Strasseshop, haet grad en Saenger sin Uftritt gha. Das Festival haett ganz vill sehr beruehmti Musiker, wo umesuscht spieled, zu Ehre vo de Goetter und wo au international bekannt sind.
Alli Luuet sitzed under freiem Himmel - es isch en grosse Tempel, mit verschiedene Bereich und eine devo isch offe - wipped zur Musig oder ligged, zum Teil schlafend oder doesend und sind eifach d'Atmosphaere am gnuesse. Au ich han mich daenn in Savasana gleit und han mich fuer die naechste drue Stund vo dene exotische Klaeng verfuehre lah, han noed gschlafe sondern mich ime meditative Zuestand befunde. Wo daenn es paar Affe ufem Dach, au inspiriert vom Sound wahrschinlich, umekreischt haend und sich s'dritte Konzert z'Aend gneigt haet, simmer daenn au langsam ufbroche. Nacheme wiitere Chai im Tongfaess - Recycling indian Style! Mud to mud! - mit de Velorikshaw daenn durs fruehmorgendliche, immerno dunkle Varanasi, as Assi-Ghat. Vo det im heller werdende Morge entlang de langsam erwachende Ghats entlang spaierend, es Bluemecherze-Schiffli fuer mini Familie mit guete Wuensch und - gemaess am Verchaeufer 'good Karma for your family!!' in Fluss schickend, bis zum naechste Chaishop ;-), vo wo us me de Brahman-Boys bim Yoga und em Mantrasinge zueluege chan. Gratis dezue: die ufgehend Sunne ueberem Ganga und die langsam verbiifahrende Ruederboetli. Wie im Maerli! Und vor allem nonig heiss...
Am Tag isches da jetzt amig ca. 42 Grad, puuhh! Mir choend gah, waenns Eus z'vill wird, d'Luuet wo da laebed noed. Und au d'Electricity wo jede Tag mehrmals fuer mehreri Stunde usfallt - was beduuetet, kein Ventilator, und das isch i dere Hitz aecht e Useforderig - isch keis Zuckerschlaecke. Bin froh, au die Siite z'erlaebe.
Ich bliib aber trotzdem no chli da, git so vill z'entdecke, bin fliissig am Hindi lerne, am meditiere, am laese...
Life is good!
Neuer Schlafplatz, neues Glueck... Bin gestern umgezogen und fuehl mich wieder voll im Fluss und frei.
Bin in einem kleinen Guesthouse, in einer ruhigen Gasse mitten in der Altstadt, mit Sicht auf die wunderbare Mother Ganga.
Beim Nachtessen hab ich gestern Mike aus Kanada getroffen, der 6 Monate in Indien und dann die andere Haelfte des Jahres in seiner Heimat verbringt. Es tut immer gut, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und ich treffe so viele gute, Leute! Es fuehlt sich an, als ob man sich schon lange kennt, es ist nicht noetig, ueber irgendwelche belanglosen Kleinigkeiten zu reden, alle sind auf dem gleichen Weg. Ich weiss, es toent ein bisschen esoterisch-fuehlschmi-gschpuerschmi-maessig, aber it's a fact! Es isch die Verbundeheit, wo me zu andere, aehnlich daenkende Traveller gspuert, wo eim sich noed allei fuehle laht, wo Fruendschaft beduetet, au wenn me sich ersch sit churzem kaennt und villicht vom andere Endi vo de Welt isch.
Ich wett niemerd truurig mache, aber ich vermiss absolut niemerd wuerklich. Das heisst noed, dass ich noed oft a Eu, mini Liebschte, daenke! Aber es isch keis Gfuehl da, wo mich truurig oder au nu scho melancholisch stimmt. Hmmm, ja, reise isch definitiv mini Passion.
Bin daenn geschter mitem Mike am 0:30 in Hanuman-Tempel as Konzert, oder besser, die viele Konzert. Wo mier cho sind, nacheme Chai und ere Samosa im Strasseshop, haet grad en Saenger sin Uftritt gha. Das Festival haett ganz vill sehr beruehmti Musiker, wo umesuscht spieled, zu Ehre vo de Goetter und wo au international bekannt sind.
Alli Luuet sitzed under freiem Himmel - es isch en grosse Tempel, mit verschiedene Bereich und eine devo isch offe - wipped zur Musig oder ligged, zum Teil schlafend oder doesend und sind eifach d'Atmosphaere am gnuesse. Au ich han mich daenn in Savasana gleit und han mich fuer die naechste drue Stund vo dene exotische Klaeng verfuehre lah, han noed gschlafe sondern mich ime meditative Zuestand befunde. Wo daenn es paar Affe ufem Dach, au inspiriert vom Sound wahrschinlich, umekreischt haend und sich s'dritte Konzert z'Aend gneigt haet, simmer daenn au langsam ufbroche. Nacheme wiitere Chai im Tongfaess - Recycling indian Style! Mud to mud! - mit de Velorikshaw daenn durs fruehmorgendliche, immerno dunkle Varanasi, as Assi-Ghat. Vo det im heller werdende Morge entlang de langsam erwachende Ghats entlang spaierend, es Bluemecherze-Schiffli fuer mini Familie mit guete Wuensch und - gemaess am Verchaeufer 'good Karma for your family!!' in Fluss schickend, bis zum naechste Chaishop ;-), vo wo us me de Brahman-Boys bim Yoga und em Mantrasinge zueluege chan. Gratis dezue: die ufgehend Sunne ueberem Ganga und die langsam verbiifahrende Ruederboetli. Wie im Maerli! Und vor allem nonig heiss...
Am Tag isches da jetzt amig ca. 42 Grad, puuhh! Mir choend gah, waenns Eus z'vill wird, d'Luuet wo da laebed noed. Und au d'Electricity wo jede Tag mehrmals fuer mehreri Stunde usfallt - was beduuetet, kein Ventilator, und das isch i dere Hitz aecht e Useforderig - isch keis Zuckerschlaecke. Bin froh, au die Siite z'erlaebe.
Ich bliib aber trotzdem no chli da, git so vill z'entdecke, bin fliissig am Hindi lerne, am meditiere, am laese...
Life is good!
Montag, 5. April 2010
Indian Life
Und wieder eine Erfahrung mehr, die mich reicher macht... Ich wohne nun seit 4 Tagen bei Vicky und seiner Familie und fuehle mich sehr zuhause. Hab auch schon ein wenig kochen gelernt von seiner Schwester und zusammen mit ihr meine Haare mit Henna gefaerbt! Sie hat mir versichert, dass man gar nichts sehen wuerde, 'only shining conditioner, you know, you only see when you are in the sun!' Zuerst hab ichs geglaubt, aber schon bevor wir dann wirklich ans Werk gegangen sind, ist mir klar geworden, dass dies mit indischen, dunklen Haaren natuerlich zutrifft, mit meinen blonden jedoch nicht. Hab mich dann trotzdem drauf eingelassen, da ich auch echt Lust drauf hatte, auf rote Haare. Und es ist ganz gut rausgekommen, kupferorange, mir gefaellts und es fuehlt sich gut an.
Vicky zeigt mir viele Sachen, nimmt mich auf dem Motorbike mit, wo ich sonst eine Rikshaw bezahlen muesste und laedt mich auch sonst oft ein. Ich merke nun aber, dass dies auch mit ein wenig Freiheitsbusse von meiner Seite bezahlt wird. Er ist fast immer mit mir und da es seine Stadt ist, kennt er natuerlich auch alles. Ich schaetze seine Tips, aber moechte auch meine eigenen Entdeckungen machen. Dazu kommt, dass ich das Gefuehl habe, er ist schon ein wenig eifersuechtig, wenn ich mit anderen Jungs spreche, und das mag ich nicht. Deshalb hab ich beschlossen, dass ich mir ein Guesthouse suchen werde. Habe einen guten Tip von Dejan, dort werde ich jetzt mal schauen gehen.
Sonst gefaellts mir wunderbar hier, die schoene Stimmung an den Ghats am Morgen und Abend und die vielen, verwinkelten Gaesschen. Dann ist im MOment auch noch ein ganz beruehmtes Musikfestival im Hanuman Tempel; waehrend 5 Naechten spielen verschiedene indische Musikerinnen und Musiker, Sitar, Tabla, Gesang und Tanz, die ganze Nacht durch. Ich war vorgestern und eventuell gehe ich heute nochmals. Und vielleicht kommt Brendon in zwei Tagen... Was auch immer kommt, ich geniess es!
Und wieder eine Erfahrung mehr, die mich reicher macht... Ich wohne nun seit 4 Tagen bei Vicky und seiner Familie und fuehle mich sehr zuhause. Hab auch schon ein wenig kochen gelernt von seiner Schwester und zusammen mit ihr meine Haare mit Henna gefaerbt! Sie hat mir versichert, dass man gar nichts sehen wuerde, 'only shining conditioner, you know, you only see when you are in the sun!' Zuerst hab ichs geglaubt, aber schon bevor wir dann wirklich ans Werk gegangen sind, ist mir klar geworden, dass dies mit indischen, dunklen Haaren natuerlich zutrifft, mit meinen blonden jedoch nicht. Hab mich dann trotzdem drauf eingelassen, da ich auch echt Lust drauf hatte, auf rote Haare. Und es ist ganz gut rausgekommen, kupferorange, mir gefaellts und es fuehlt sich gut an.
Vicky zeigt mir viele Sachen, nimmt mich auf dem Motorbike mit, wo ich sonst eine Rikshaw bezahlen muesste und laedt mich auch sonst oft ein. Ich merke nun aber, dass dies auch mit ein wenig Freiheitsbusse von meiner Seite bezahlt wird. Er ist fast immer mit mir und da es seine Stadt ist, kennt er natuerlich auch alles. Ich schaetze seine Tips, aber moechte auch meine eigenen Entdeckungen machen. Dazu kommt, dass ich das Gefuehl habe, er ist schon ein wenig eifersuechtig, wenn ich mit anderen Jungs spreche, und das mag ich nicht. Deshalb hab ich beschlossen, dass ich mir ein Guesthouse suchen werde. Habe einen guten Tip von Dejan, dort werde ich jetzt mal schauen gehen.
Sonst gefaellts mir wunderbar hier, die schoene Stimmung an den Ghats am Morgen und Abend und die vielen, verwinkelten Gaesschen. Dann ist im MOment auch noch ein ganz beruehmtes Musikfestival im Hanuman Tempel; waehrend 5 Naechten spielen verschiedene indische Musikerinnen und Musiker, Sitar, Tabla, Gesang und Tanz, die ganze Nacht durch. Ich war vorgestern und eventuell gehe ich heute nochmals. Und vielleicht kommt Brendon in zwei Tagen... Was auch immer kommt, ich geniess es!
Freitag, 2. April 2010
Haidakhan - Varanasi
Heute morgen um 5:30 bin ich icn Varanasi angekommen! Als ich aus dem Zug gestiegen bin, habe ich eine angenehme Ruhe gespuert und mich sofort wohlgefuehlt. Wiedermal hatte ich Glueck und von Mario, einem
Schweizer aus Genf, eine Adresse einer Familie hier in Varanasi bekommen. So bin ich also am Morgen frueh
am Assi Ghat mit der Rikshaw angekommen und hab dann auch gleich das richtige Haus gefunden. Ich war sofort willkommen und Viki, Marios Freund und der Sohn der Familie, ist 10 Minuten spaeter noch ein wenig verschlafen vor mir gestanden, waehrend dem ich einen Chai geschluerft habe. Er war mir sofort sympatisch und hat mich gefragt, ob ich ein kurzer Spaziergang ueber die Ghats machen moechte. Obwohl verschwitzt und noch muede von der Zugreise, habe ich zugestimmt, da ich die Stimmung am fruehen Morgen besonders gerne mag. Ihr Haus ist 2 Minuten vom Fluss entfernt, und so sind wir nach kurzer Zeit am Assi Ghat gesessen und haben Chai aus kleinen Tongefaessen getrunken. Die Stimmung ist - wie bis jetzt ueberall am Ganges - magisch! Nach einem kurzen Spaziergang hab ich geduscht und er hat mir ein kleines, gemuetliches Restaurant zum Zmoergelen gezeigt, inklusive feinem Charrassi-Doobie danach ;-) Als ich zahlen wollte, hat er dies schon erledigt! Dann hat gings auf eine kleine Stadtrundfahrt mit der Velorikshaw. Wow, das Varanasi das ich bis jetzt gesehen habe, ist definitiv ganz verschieden von dem, was man so hoert! Wir sind nach kurzer Zeit auf breiten, neu asphaltierten Strassen oder besser Boulevards gefahren, links und rechts gesaeumt von Baeumen. Dazu schoene Gebaude, Museen und Universitaetsgebaeude. Sehr europaeisch und sehr angenehm und modern und gepflegt. Und dann der Besuch im Vishwanath-Tempel, dem grossen Shiva Tempel von Varanasi, wunderschoen!
Im Hanuman-Tempel dann, hat Viki Sweets und Blumen gekauft und mir gegeben, um es vom Tempelman segnen zu lassen. Schwupp, ein Tulsiblatt auf die Sweets und schon ist es Prasad, karmafreies, pures Essen.
Immer gut!
Die letzten paar Tage habe ich in Haidakhan verbracht. Das ist ein kleines Dorf in den Bergen, oberhalb von Haldwani. Nachdem ich von Rishikesh spaetabends in dieser Stadt angekommen bin, und ich gespuert habe, dass es hier schon ein wenig rauher zu und her geht, habe ich mich mit der Velorikshaw ins Kailash Hotel bringen lassen, auf Tip von Gandalf. Das Hotel hat aber seine guten Zeiten hinter sich, es war extrem schmutzig und heruntergekommen und der Besitzer hat natuerlich prompt meine Situation ausgenutzt und stolze 400 Rupees fuer sein Drecksloch verlangt. Tja, es war Mitternacht und nach 9 Stunden Busfahrt hatte ichkeine Lust auf eine Weitersuche mehr. Am Morgen fuhr ich dann zu einem Haus, von wo aus es dann zum Ashram ging, zwei Stunden im Jeep, durch wunderschoene Natur, die Berge hinauf. Zusammen mit Ivan aus St. Petersburg. Er hatte die letzten 9 Tage im Ashram verbracht, waehrend Nava Ratri, ein Fest zu Ehren der Goettinen, jeden Tag wird eine andere verehrt. Als ich nach einem angenehmen Gespraech mit dem feinfuehligen Russen aus dem Jeep gestiegen bin, hat mich die Schoenheit dieses Ortes sprachlos gemacht! Die Aura jedes Baumes, jeder Pflanze dort, ist silber-golden und ich habe sofort die starke Energie dieses Ortes gespuert....
Um 4:00 morgens ist Aufstehen und nach einem Bad im Ganges gibt es Chandan, die gelbe und rote Markierung und Segnung auf die Stirn mit Sandelholzpaste, die die Dreifaltigkeit und Shakti, die weibliche Energie repraesentiert. Dann war freie Zeit bis um 6:30, wo ich Yoga gemacht und meditiert habe. Um 6:30 dann Arti, Feuerzeremonie und Bajan - singen, wunderschoen! Ahh, ich koennte noch so viel schreiben, aber meine Schultern tun langsam weh und ich mag nicht mehr vor dem Computer sitzen... Es war auf jeden Fall ein zauberhafter Ort, an den ich sicher wieder zurueckkehren werde! Jay Babaji! Om Namah Shivaya!
Heute morgen um 5:30 bin ich icn Varanasi angekommen! Als ich aus dem Zug gestiegen bin, habe ich eine angenehme Ruhe gespuert und mich sofort wohlgefuehlt. Wiedermal hatte ich Glueck und von Mario, einem
Schweizer aus Genf, eine Adresse einer Familie hier in Varanasi bekommen. So bin ich also am Morgen frueh
am Assi Ghat mit der Rikshaw angekommen und hab dann auch gleich das richtige Haus gefunden. Ich war sofort willkommen und Viki, Marios Freund und der Sohn der Familie, ist 10 Minuten spaeter noch ein wenig verschlafen vor mir gestanden, waehrend dem ich einen Chai geschluerft habe. Er war mir sofort sympatisch und hat mich gefragt, ob ich ein kurzer Spaziergang ueber die Ghats machen moechte. Obwohl verschwitzt und noch muede von der Zugreise, habe ich zugestimmt, da ich die Stimmung am fruehen Morgen besonders gerne mag. Ihr Haus ist 2 Minuten vom Fluss entfernt, und so sind wir nach kurzer Zeit am Assi Ghat gesessen und haben Chai aus kleinen Tongefaessen getrunken. Die Stimmung ist - wie bis jetzt ueberall am Ganges - magisch! Nach einem kurzen Spaziergang hab ich geduscht und er hat mir ein kleines, gemuetliches Restaurant zum Zmoergelen gezeigt, inklusive feinem Charrassi-Doobie danach ;-) Als ich zahlen wollte, hat er dies schon erledigt! Dann hat gings auf eine kleine Stadtrundfahrt mit der Velorikshaw. Wow, das Varanasi das ich bis jetzt gesehen habe, ist definitiv ganz verschieden von dem, was man so hoert! Wir sind nach kurzer Zeit auf breiten, neu asphaltierten Strassen oder besser Boulevards gefahren, links und rechts gesaeumt von Baeumen. Dazu schoene Gebaude, Museen und Universitaetsgebaeude. Sehr europaeisch und sehr angenehm und modern und gepflegt. Und dann der Besuch im Vishwanath-Tempel, dem grossen Shiva Tempel von Varanasi, wunderschoen!
Im Hanuman-Tempel dann, hat Viki Sweets und Blumen gekauft und mir gegeben, um es vom Tempelman segnen zu lassen. Schwupp, ein Tulsiblatt auf die Sweets und schon ist es Prasad, karmafreies, pures Essen.
Immer gut!
Die letzten paar Tage habe ich in Haidakhan verbracht. Das ist ein kleines Dorf in den Bergen, oberhalb von Haldwani. Nachdem ich von Rishikesh spaetabends in dieser Stadt angekommen bin, und ich gespuert habe, dass es hier schon ein wenig rauher zu und her geht, habe ich mich mit der Velorikshaw ins Kailash Hotel bringen lassen, auf Tip von Gandalf. Das Hotel hat aber seine guten Zeiten hinter sich, es war extrem schmutzig und heruntergekommen und der Besitzer hat natuerlich prompt meine Situation ausgenutzt und stolze 400 Rupees fuer sein Drecksloch verlangt. Tja, es war Mitternacht und nach 9 Stunden Busfahrt hatte ichkeine Lust auf eine Weitersuche mehr. Am Morgen fuhr ich dann zu einem Haus, von wo aus es dann zum Ashram ging, zwei Stunden im Jeep, durch wunderschoene Natur, die Berge hinauf. Zusammen mit Ivan aus St. Petersburg. Er hatte die letzten 9 Tage im Ashram verbracht, waehrend Nava Ratri, ein Fest zu Ehren der Goettinen, jeden Tag wird eine andere verehrt. Als ich nach einem angenehmen Gespraech mit dem feinfuehligen Russen aus dem Jeep gestiegen bin, hat mich die Schoenheit dieses Ortes sprachlos gemacht! Die Aura jedes Baumes, jeder Pflanze dort, ist silber-golden und ich habe sofort die starke Energie dieses Ortes gespuert....
Um 4:00 morgens ist Aufstehen und nach einem Bad im Ganges gibt es Chandan, die gelbe und rote Markierung und Segnung auf die Stirn mit Sandelholzpaste, die die Dreifaltigkeit und Shakti, die weibliche Energie repraesentiert. Dann war freie Zeit bis um 6:30, wo ich Yoga gemacht und meditiert habe. Um 6:30 dann Arti, Feuerzeremonie und Bajan - singen, wunderschoen! Ahh, ich koennte noch so viel schreiben, aber meine Schultern tun langsam weh und ich mag nicht mehr vor dem Computer sitzen... Es war auf jeden Fall ein zauberhafter Ort, an den ich sicher wieder zurueckkehren werde! Jay Babaji! Om Namah Shivaya!
Donnerstag, 25. März 2010
Weiter geht's
Nach einem ereignissreichen Tag gestern, werd ich heute noch ein letztes Mal ein Bad im Ganges nehmen.
Morgen fahr ich weiter, nach Katkodam und von dort aus zu Fuss in ein Ashram, bevor ich dann nach Varanasi
fahre. Es ist Zeit, Abschied zu nehmen, von diesem magischen Platz und all den lieben Leuten...
Freu mich auch schon aufs Weiterziehen!
Vor zwei Tagen waren Simon, Gandalph und ich nochmals auf einer 10-stuendigen Wanderung, wow, war wunderschoen!
Durch ein Flusstal an diversen Wasserfaellen vorbei, wo wir uns erfrischt und gebadet haben, durch Reisfelder und kleine Doerfer, wo uns Frauen in leuchtend farbigen Saris lachend begruesst haben, bis nach Nilkand, ein kleiner Pilgerort in den Bergen mit ganz vielen Tempeln. Schon fast surreal, nach 4 Stunden wandern durch die Wildnis ein kleines Staedtchen mit Shops und Restaurants. Nach einem feinen Thali sind wir mit vielen Pilgern weiter hoch gezogen und auf der andern Seite dann, mit stetigem Blick auf das Gangestal langsam den Berg hinunter. Die Sonne hat den Ganges in Gold getaucht, wir sind einer Affenfamilie begegnet und haben mit den Babas einen Chillumstop eingelegt. Unter den aus der entgegenkommenden Richtung aufsteigenden Pilgern war unter anderm ein 91-jaehriger Mann!! Und er hatte bestimmt noch 2 Stunden Weg vor sich, bis zum heiligen Ort... Die Sonne war schon untergegangen und in diesem Dschungel leben wilde Tiger und Elefanten... Aber alle haben gelacht und 'Om namah Shivaya' gesungen - alles kommt so wie's kommt! Nach einer halben Stunde Schweigemeditation im Laufen, sind wir dann um 20:00 Abends todmuede aber happy in Rishikesh angekommen, wo ich dann tibetische Momos und ein riesen Chocolate-Banana-Pancake verdrueckt habe... Ja, ich nehme hier eher zu, gut, dass ich fleissig Yoga mache!
Heute Abend Abschiedsessen mit meinen zwei Freunden und morgen noch ein letztes gemeinsames Fruehstueck mit Simon, Deanna und Dave, zwei Amis, die im Yosemite Nationalpark in California leben. War eine wunderschoene Zeit hier!
Nach einem ereignissreichen Tag gestern, werd ich heute noch ein letztes Mal ein Bad im Ganges nehmen.
Morgen fahr ich weiter, nach Katkodam und von dort aus zu Fuss in ein Ashram, bevor ich dann nach Varanasi
fahre. Es ist Zeit, Abschied zu nehmen, von diesem magischen Platz und all den lieben Leuten...
Freu mich auch schon aufs Weiterziehen!
Vor zwei Tagen waren Simon, Gandalph und ich nochmals auf einer 10-stuendigen Wanderung, wow, war wunderschoen!
Durch ein Flusstal an diversen Wasserfaellen vorbei, wo wir uns erfrischt und gebadet haben, durch Reisfelder und kleine Doerfer, wo uns Frauen in leuchtend farbigen Saris lachend begruesst haben, bis nach Nilkand, ein kleiner Pilgerort in den Bergen mit ganz vielen Tempeln. Schon fast surreal, nach 4 Stunden wandern durch die Wildnis ein kleines Staedtchen mit Shops und Restaurants. Nach einem feinen Thali sind wir mit vielen Pilgern weiter hoch gezogen und auf der andern Seite dann, mit stetigem Blick auf das Gangestal langsam den Berg hinunter. Die Sonne hat den Ganges in Gold getaucht, wir sind einer Affenfamilie begegnet und haben mit den Babas einen Chillumstop eingelegt. Unter den aus der entgegenkommenden Richtung aufsteigenden Pilgern war unter anderm ein 91-jaehriger Mann!! Und er hatte bestimmt noch 2 Stunden Weg vor sich, bis zum heiligen Ort... Die Sonne war schon untergegangen und in diesem Dschungel leben wilde Tiger und Elefanten... Aber alle haben gelacht und 'Om namah Shivaya' gesungen - alles kommt so wie's kommt! Nach einer halben Stunde Schweigemeditation im Laufen, sind wir dann um 20:00 Abends todmuede aber happy in Rishikesh angekommen, wo ich dann tibetische Momos und ein riesen Chocolate-Banana-Pancake verdrueckt habe... Ja, ich nehme hier eher zu, gut, dass ich fleissig Yoga mache!
Heute Abend Abschiedsessen mit meinen zwei Freunden und morgen noch ein letztes gemeinsames Fruehstueck mit Simon, Deanna und Dave, zwei Amis, die im Yosemite Nationalpark in California leben. War eine wunderschoene Zeit hier!
Abonnieren
Posts (Atom)