Haidakhan - Varanasi
Heute morgen um 5:30 bin ich icn Varanasi angekommen! Als ich aus dem Zug gestiegen bin, habe ich eine angenehme Ruhe gespuert und mich sofort wohlgefuehlt. Wiedermal hatte ich Glueck und von Mario, einem
Schweizer aus Genf, eine Adresse einer Familie hier in Varanasi bekommen. So bin ich also am Morgen frueh
am Assi Ghat mit der Rikshaw angekommen und hab dann auch gleich das richtige Haus gefunden. Ich war sofort willkommen und Viki, Marios Freund und der Sohn der Familie, ist 10 Minuten spaeter noch ein wenig verschlafen vor mir gestanden, waehrend dem ich einen Chai geschluerft habe. Er war mir sofort sympatisch und hat mich gefragt, ob ich ein kurzer Spaziergang ueber die Ghats machen moechte. Obwohl verschwitzt und noch muede von der Zugreise, habe ich zugestimmt, da ich die Stimmung am fruehen Morgen besonders gerne mag. Ihr Haus ist 2 Minuten vom Fluss entfernt, und so sind wir nach kurzer Zeit am Assi Ghat gesessen und haben Chai aus kleinen Tongefaessen getrunken. Die Stimmung ist - wie bis jetzt ueberall am Ganges - magisch! Nach einem kurzen Spaziergang hab ich geduscht und er hat mir ein kleines, gemuetliches Restaurant zum Zmoergelen gezeigt, inklusive feinem Charrassi-Doobie danach ;-) Als ich zahlen wollte, hat er dies schon erledigt! Dann hat gings auf eine kleine Stadtrundfahrt mit der Velorikshaw. Wow, das Varanasi das ich bis jetzt gesehen habe, ist definitiv ganz verschieden von dem, was man so hoert! Wir sind nach kurzer Zeit auf breiten, neu asphaltierten Strassen oder besser Boulevards gefahren, links und rechts gesaeumt von Baeumen. Dazu schoene Gebaude, Museen und Universitaetsgebaeude. Sehr europaeisch und sehr angenehm und modern und gepflegt. Und dann der Besuch im Vishwanath-Tempel, dem grossen Shiva Tempel von Varanasi, wunderschoen!
Im Hanuman-Tempel dann, hat Viki Sweets und Blumen gekauft und mir gegeben, um es vom Tempelman segnen zu lassen. Schwupp, ein Tulsiblatt auf die Sweets und schon ist es Prasad, karmafreies, pures Essen.
Immer gut!
Die letzten paar Tage habe ich in Haidakhan verbracht. Das ist ein kleines Dorf in den Bergen, oberhalb von Haldwani. Nachdem ich von Rishikesh spaetabends in dieser Stadt angekommen bin, und ich gespuert habe, dass es hier schon ein wenig rauher zu und her geht, habe ich mich mit der Velorikshaw ins Kailash Hotel bringen lassen, auf Tip von Gandalf. Das Hotel hat aber seine guten Zeiten hinter sich, es war extrem schmutzig und heruntergekommen und der Besitzer hat natuerlich prompt meine Situation ausgenutzt und stolze 400 Rupees fuer sein Drecksloch verlangt. Tja, es war Mitternacht und nach 9 Stunden Busfahrt hatte ichkeine Lust auf eine Weitersuche mehr. Am Morgen fuhr ich dann zu einem Haus, von wo aus es dann zum Ashram ging, zwei Stunden im Jeep, durch wunderschoene Natur, die Berge hinauf. Zusammen mit Ivan aus St. Petersburg. Er hatte die letzten 9 Tage im Ashram verbracht, waehrend Nava Ratri, ein Fest zu Ehren der Goettinen, jeden Tag wird eine andere verehrt. Als ich nach einem angenehmen Gespraech mit dem feinfuehligen Russen aus dem Jeep gestiegen bin, hat mich die Schoenheit dieses Ortes sprachlos gemacht! Die Aura jedes Baumes, jeder Pflanze dort, ist silber-golden und ich habe sofort die starke Energie dieses Ortes gespuert....
Um 4:00 morgens ist Aufstehen und nach einem Bad im Ganges gibt es Chandan, die gelbe und rote Markierung und Segnung auf die Stirn mit Sandelholzpaste, die die Dreifaltigkeit und Shakti, die weibliche Energie repraesentiert. Dann war freie Zeit bis um 6:30, wo ich Yoga gemacht und meditiert habe. Um 6:30 dann Arti, Feuerzeremonie und Bajan - singen, wunderschoen! Ahh, ich koennte noch so viel schreiben, aber meine Schultern tun langsam weh und ich mag nicht mehr vor dem Computer sitzen... Es war auf jeden Fall ein zauberhafter Ort, an den ich sicher wieder zurueckkehren werde! Jay Babaji! Om Namah Shivaya!
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